Buntsandsteinfelsen bei Blens und Römersiedlungen

Am Mittwoch, dem 16. Oktober 2019 lockte die angesetzte Wandertour 25 gut gelaunte Wanderfreunde*innen zum Parkplatz am Blenser Bahnhof. Nicht nur das schöne Rurtal sorgte offensichtlich für die gute Teilnahme, sondern wohl auch die Möglichkeit der „süßen Windbeutel-Verlockung“ zur Abschlusseinkehr in Hausen.
Die Schienen der heutigen Rurtalbahn bildeten einst, am ehemaligen Golddorf Blens, die Kreisgrenze zwischen den Altkreisen Schleiden und Düren. Bis heute verläuft auch dort immer noch die kommunale Grenze zwischen den Städten Heimbach und Nideggen.
Vom Bahnhof aus orientierten wir uns auf dem Wanderweg 77 in Richtung Neu-Abenden. Oberhalb des Rurtals gelangten wir in einen wunderschönen Mischwald. Zuerst säumten viele Eichen und Buchen unseren ansteigenden Weg durch den herbstlich schimmernden Wald und wir erlebten den Wechsel in einen angenehm duftenden Kiefernwald. Oben auf dem Heldenberg angekommen, konnten wir durch die Bäume das Panorama ins Rurtal genießen.

Der gemäßigt ansteigende Weg durch den Kirchbusch führte nach ca. 3 km auf die Höhe von Berg bei Nideggen. Wir erreichten den Badewald. Am Waldrand in den Feldern finden Wanderer immer wieder Steine und Ziegelreste aus der Römerzeit. Dass es dort römische Siedlungen gegeben hat, ist unbestritten. In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden die Reste einer römischen Tempelanlage und mehrerer „Villa Rustica“ entdeckt. Vor den Römern sind schon die Kelten dort gewesen, ihre Spuren vernichtete größtenteils der römische Feldherr und spätere Kaiser Cäsar.

Vorbei am Badewald und dem Forsthaus Bade gingen wir durch die Felder bis zu einer Anhöhe. Am Rande eines dortigen Hains hatten wir, mit Blick in Richtung Süden, eine Weitsicht bis zum Siebengebirge. Wir änderten die Richtung vorbei am Ortsrand von Berg in Richtung Norden. Hier hatten wir einen weiteren schönen Panoramablick. Am Horizont sahen wir auf den Ort Schmidt und die Orte der Gemeinde Hürtgenwald. Der Burgberg bei Bergstein und die Burg Nideggen waren für uns greifbar nahe.

Der Rückweg auf der Höhe begann mit einem pfeifendem Herbstwind und einer Regenschauer. Den schützenden Wald des Rosstales vor Augen konnte uns diese kurze Schauer nicht die Wanderlaune verderben. Vorbei an einigen kleinen Buntsandsteinfelsen im Naturschutzgebiet des Rosstales, wanderten wir oberhalb von Abenden wieder in den Kirchbusch. Durch Neu-Abenden erreichten wir nach ca. 10 km schließlich wieder den Parkplatz in Blens.

Wir dankten unserem ortskundigen Wanderführer Ernst, bei leckeren, hausgemachten Kuchen und sehr schmackhaften, üppigen Windbeuteln, für die wunderschöne Wanderung.  Auch im nächsten Jahr soll wieder eine Rurtalwanderung mit anschließendem Windbeutel essen stattfinden.

„Dreimal ist Gesetz!“

So lautete nun unser ausgesprochenes „Windbeutel-Wander-Ziel“ für das Jahr 2020.

(E.S.)

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