20.09.2023 – Busfahrt nach Hasselt

Am 20.09.2023 fuhren 44 Kolleginnen und Kollegen von Euskirchen über Düren und Jülich nach Hasselt. Hasselt ist seit 1839 die Hauptstadt der belgischen Provinz Limburg. Hasselt liegt am Albert-Kanal und an dem Fluss Demer.

In Hasselt erwartete uns der Besuch des Japanischen Gartens, der besonders im Frühjahr eine Reise wert ist, denn gerade zu Beginn des Frühlings stehen dort tausende von Kirschbäumen in voller Blüte. Der Japanische Garten von Hasselt ist der größte in Europas. 1992 wurde er als Geschenk der japanischen Partnerstadt Itami eröffnet. Im Park findet man ein Zeremonienhaus, in dem man mehrmals täglich eine Teezeremonie abhält, mehrere kleine und große Tempel, Brücken, Wasserfälle und unzählige japanische Sträucher, Bäume und sonstige Gewächse. In den verschiedenen Teichen schwimmen riesige Kois, die bis ans Ufer kommen. Mehrmals im Jahr gibt es typisch japanische Feste und Aktivitäten denen man im Park unter authentischer Kulisse beiwohnen kann.

Nach dem Besuch des Japanischen Gartens hatten wir Zeit zur freien Verfügung und konnten uns selbst ein Bild von Hasselt machen.

Im Zentrum der Stadt, mitten im Einkaufsviertel, befindet sich der Grote Markt. Hier trifft man auf unterschiedliche Gebäude aus den verschiedensten Epochen. Direkt hinter dem Grote Markt steht die St. Quintinus Kathedrale. Seit dem 12. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert wurde an ihr gebaut. Der Turm und sein Glockenspiel zählen zu den Schönsten in ganz Limburg. Das (alte) Rathaus von Hasselt befindet sich in einem alten Patrizierhaus am Groenplaats. Das klassizistische Gebäude diente ursprünglich als Hotel, bis es 1779 von der Stadt gekauft und als deren Rathaus genutzt wurde. 2018 zog die Stadtverwaltung um in ein neues, moderneres Gebäude.

Überall im Stadtzentrum verteilt findet man auch Häuser im Stil des Art Déco. Meistens handelt es sich dabei um Privathäuser. Ein großes öffentliches Gebäude im Jugendstil ist das Postgebäude. Durch den Albertkanal ist Hasselt mit dem Hafen von Antwerpen verbunden. Seit einigen Jahren wird dieses Viertel komplett umstrukturiert. Derzeit ist man dabei die umliegenden Industriegebäude und Lagerhallen in moderne Wohnungen und Büros umzufunktionieren.

Zum Abschuss unserer Fahrt hatten wir eine Führung im Jenever-Museum. Bei dieser Führung erfuhren wir vieles über das Herstellungsverfahren. Das Jenever-Museum brennt einen Getreidegenever nach einem Rezept aus dem 19. Jahrhundert. Dies erfolgt in drei wichtigen Schritten:

  1. Das Mälzen
  2. Die Herstellung von Eau de Vie aus Getreide (Malzwein),
  3. Die Fertigstellung zu Getreidegenever.

Paradestück im Museum ist die Brennereianlage des 19. Jahrhunderts aus der ehemaligen Brennerei H. Servais in Géromont-Malmédy. Eine Dampfmaschine und Getreidemühle aus der gleichen Zeit machen die Anlage komplett. Die vollständige Anlage wurde fachmännisch restauriert und erneut in Betrieb gesetzt. In Belgien und den Niederlanden ist dies die einzige vollständig dampfbetriebene Anlage. Das Museum brennt darin seinen Genever nach einem Rezept aus dem 19. Jahrhundert.

In der Genever-Bar durften wir dann den hier erzeugten Jenever verkosten.

Gegen 17:00 Uhr traten wir nach einem wunderschönen und interessanten Tag die Heimreise an.

Wir danken Uschi für die gelungene Planung und sagen Danke für den sehr schönen Tag.

Wir freuen uns schon jetzt auf unsere nächste Wanderung am 04. Oktober 2023 zur Hirschbeobachtung auf der Dreiborner Höhe.

Unsere diesjährige Weihnachtsfeier findet am 13.12.2023 im „Roten Einhorn“ in Birgel statt und wir hoffen, euch dann gesund wiederzusehen.

(M.W.)

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